Pighin

Aziende agricole in Friuli

Pighin

Aziende agricole in Friuli

Umweltfreundlichkeit

Kriterien des landwirtschaftlichen Managements der Weinberge

Anwendung chemischer Produkte und Düngung gemäß regionaler Verordnungen
Seit 2001 gehört die gesamte Fläche des Unternehmens Pighin zum landwirtschaftlichen Entwicklungsplan (piano di sviluppo rurale) Friaul-Julisch-Venetiens, Maßnahme F1 (Verbreitung von landwirtschaftlichen Produktionsmaschinen mit geringer Wirkung auf die Umwelt – DIFFUSIONE DI SISTEMI DI PRODUZIONE AGRICOLA A BASSO IMPATTO AMBIENTALE). Dieser Entwicklungsplan schreibt die Anwendung agronomischer Aktionen vor, welche den Einsatz von chemischen Produkten auf ein Minimum reduzieren und zu einer Verbesserung des Bodenmanagements führen. Die verbesserte Durchführung der Einsätze führt zur Vermeidung der Anwendung von Pharmaka zur Schädlingsbekämpfung, welche dem Ökosystem großen Schaden zufügen. Gleichzeitig werden aufgrund regionaler Verordnungen alle anderen Produkte zur Schädlingsbekämpfung ebenfalls entsprechend reguliert. Auch bezüglich der Düngung müssen Regeln eingehalten und Kontrollen durchgeführt werden, um eine weitere Umweltverschmutzung zu verhindern.

Gezielte Eingriffe um Parasiten auszurotten
Die Reglementierung des Einsatzes von chemischen Produkten sowie der Düngung entspricht den Kriterien des sogenannten integrierten Kampfes gegen Parasiten. Um sich der Parasiten zu ent-ledigen werden hierbei chemische Produkte in Verbindung mit biologischen Systemen zum Einsatz gebracht. Grundlage hierfür ist ein konstantes Überwachungssystem, mit dessen Hilfe die Bekämpfung der Parasiten auf den Zeitpunkt genau abgestimmt wird. Durch die Anwendung von spezifischen Produkten, die nur spezielle Parasiten angreifen und andere, nützliche Insekten schützen, wird das beste Resultat erzielt. Aus diesem Grund wurden auf den Weingütern Lockstoff-Fallen aufgestellt, die helfen das Entwicklungsstadium der Schädlinge und ihr Ansiedlungs-verhalten aufzuzeichnen. Um ein effizientes Kontrollverfahren gegen Pilzerkrankungen durch-führen zu können, sind kleine zentrale Wetteraufzeichungsstationen installiert worden, die an das IT-Netzwerk angeschlossen sind. Mit Hilfe dieser Stationen werden die idealen Bedingungen für die Entwicklung krankheitserregender Pilze erforscht, deren Lebenszyklus beobachtet und folglich der richtige Moment für den Einsatz der geringst möglichen Menge an chemischen Pilz-bekämpfungsmitteln ausgemacht, um das beste Resultat zu erzielen. Seit dem Jahr 2002 bekämpft man im Hause Pighin schädliche Insekten mit Lockstoff-Fallen, was in einigen Fällen sogar zum kompletten Verzicht auf Schädlings-Bekämpfungsmittel geführt hat. Zuerst wurde diese Methode nur in den Obstbaumanlagen angewandt; seit 2007 jedoch wurde sie auf alle Weinberge des Collio ausgeweitet.

Reduzierte Düngung und Begrasung
Aus Sicht der Schädlingsbekämpfung misst man dem Blattwuchs und der reduzierten Düngung große Bedeutung bei. Die Ernährung der Weinberge wird durch Bodenanalysen, Analysen der Blätter und aller im Most vorhandenen korrelativen Elemente kontrolliert und mit dem Ernährungsgrad der Weinrebe verglichen. Dieses Verfahren erlaubt es, die Düngung des Bodens auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig, auf Grundlage dieser analytischer Daten, gezielte Behandlungen für die Blätter durchzuführen. Die Niederschlagsfreundlichkeit dieser Gegend sowie die Bodenbeschaffenheit der Weinberge lassen eine Begrasung zu. Diese garantiert wiederum ein gutes Feuchtigkeitsniveau des Bodens. Abgesehen von der Vermeidung aufwendiger Bearbeitungs-einsätze, und somit hoher Energiekosten und umweltfeindlicher Maßnahmen, werden dem Boden durch die Begrasung und das regelmäßige Mähen kontinuierlich organische Substanzen zugeführt. Dies führt zu einer Verbesserung seiner Fruchtbarkeit. Gleichzeitig wird ein hoher Grad mikrobiologischen Lebens erhalten und die Integration von mineralischen Düngern verringert.

Energiesparende und umweltschonende Technologien
Das Unternehmen Pighin entwickelt eigene Technologien konstant weiter, sowohl um die eigene Finanzkraft entsprechend besser verwalten zu können, als auch um die Umwelt zu schützen. Durch die Nutzung höchst effizienter, multi-funktionaler Geräte und Maschinen, die mit Motoren der neuesten Generation ausgestattet sind, werden die Einsätze in den Weinbergen schneller und weniger häufig erforderlich. Dies führt zu einer sensiblen Reduzierung der Kohlendioxydemission. Ein wichtiger Meilenstein wurde durch den Zukauf eines Rückgewinnungssystems für die Behandlungen der Weinstöcke erreicht. Diese Maschine verhindert das Abdriften der Schädlingsbekämpfungsmittel erheblich. Mit einer traditionellen Maschine erreichen durchschnittlich nur 50 % der angewandten Produkte pro Weinstock Blätter und Trauben. Der Rest entfällt auf den Boden, mit entsprechenden Folgeschäden für die Umwelt. Dank der neuen Technologie können die Schädlingsbekämpfungsmittel um 40 % reduziert und Verschwendung und Umweltbelastungen quasi komplett eliminiert werden.

 

crediti: Representa